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HearAllAges - Versorgungs- und Lebenssituation von Menschen mit Schwerhörigkeit in allen Altersgruppen

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KrankheitsgeschehenDatenlinkage

Schwerhörigkeit kann in jedem Alter auftreten und wirkt sich erheblich auf den weiteren Lebensverlauf der Betroffenen und ihrer Angehörigen aus. Im Kindesalter werden vor allem Sprach- und Bildungserwerb sowie die soziale und emotionale Entwicklung beeinträchtigt, im Erwachsenenalter führt Schwerhörigkeit oft zu Problemen im Beruf sowie zu geringerer Lebensqualität. Im Alter erhöht eine unversorgte Schwerhörigkeit das Risiko für dementielle Erkrankungen sowie Gefahren durch Schwindel und Stürze. 

Ziel von HearAllAges ist die Untersuchung der Versorgungs- und Unterstützungssituation sowie der Versorgungserfahrung von Menschen mit Schwerhörigkeit in drei Lebensphasen: Kindheit und junges Erwachsenenalter, Erwerbstätigkeit und Rentenalter. Dies geschieht auf Basis Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung sowie Befragungen von ca. 20.000 Betroffenen und unerkannt Betroffenen. Ergebnisse werden mittels zielgruppengerechter Informationsmaterialen zum Thema Schwerhörigkeit und ihren Auswirkungen, zu Anlaufstellen und zu Handlungsempfehlungen für Betroffene, Angehörige und Versorgende kommuniziert.

Die PMV forschungsgruppe wertet Daten der GKV und der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zur Prävalenz und zum Versogrungsgeschehen in den drei Lebensphasen aus. Hierzu werden entsprechende Falldefinitionen für Schwerhörigkeit für die drei Altersgruppen gebildet. Zudem erfolgt für die Gruppe der Erwerbstätigen eine Verknüpfung der GKV- und DRV-Daten sowie der Befragungsdaten für eine gemeinsame Auswertung. Darüber wird unter anderem eine externe Validierung der Falldefintion Routinedaten durchgeführt.

Laufzeit: 2025–2028
Projektpartner: Universität Duisburg-Essen, Institut für Sonderpädagogik. BARMER. TAKEPART Media + Science GmbH. Deutsche Rentenversicherung.
Förderkennzeichen: 01VSF24039 
Methoden: Statistische Analysen
Themen: Krankheitsgeschehen
Daten: Datenlinkage

PMV-Publikation

van de Sand H, Pützer E, Filip E, Marschall M, Meyer I, Schäfer K, Schubert I.
Häufigkeit peripherer Hörstörungen bei Kindern und Jugendlichen auf Basis einer Analyse von GKV-Routinedaten. Deutsches Ärzteblatt International 2023; 120: 461-462

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