Projekte

ADAPT-HEAT (Adaption of drug therapy during hot seasons)

>Gemeinsamer Bundesausschuss | Innovationsfonds

Planetary HealthDatenlinkage

ADAPT-HEAT hat zum Ziel, evidenzbasierte, konsentierte und sektorenübergreifend gültige Empfehlungen zur hitzesensiblen Medikationsanpassung zu entwickeln, um hitzebedingten Gesundheitsstörungen vorzubeugen. Als Produkt soll am Ende des Projektes u. a. eine CALOR-Liste (CALOR = lat. Wärme, Hitze) entwickelt werden, in der alle relevanten Medikamente gelistet werden, bei denen hitzebedingte Gesundheitsstörungen aus den Auswertungen des Projektes bekannt geworden sind (heat-PIM = Potenziell Inadäquate Medikamente bei Hitze). In der CALOR-Liste werden zu den heat-PIMs Handlungsempfehlungen für den richtigen Umgang damit stehen, die Ärzt:innen die Versorgung erleichtern sollen. ADAPT-HEAT ist ein vom Innovationsfonds des GBA gefördertes Projekt aus dem Bereich "Versorgungsforschung".

Die PMV forschungsgruppe wertet in dem Projekt Routinedaten des Forschungsdatenzentrums (FDZ) Gesundheit und der Kölner Datenbank CoRe-Dat aus. Es werden zum einen Verordnungshäufigkeiten bestimmter Medikamente, die nach einer Literaturrecherche im Projekt als hitzesensibel festgestellt wurden, ausgewertet. Weiterhin sollen die Personen, die diese Medikamente einnehmen, näher charakterisiert werden.

Die CoRe-Dat-Daten werden mit Wetter- und Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) verknüpft. Mit der Verknüpfung können hitzebezogene Gesundheitsauswirkungen von Medikamenten identifiziert und quantifiziert werden. Anhand dieser Analyse können zielgruppenspezifischere Empfehlungen für Ärzt:innen, Apotheker:innen, Pflegende, Medizinisch-technische Assistent:innen (MTA), Pharmazeutisch-technische Assistent:innen (PTA) und Patient:innen entwickelt werden.

Laufzeit: 2024–2026
Projektpartner: Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln | Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin/ Institut für Klinische Pharmakologie | Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) | Prof. Dr. Andreas Matzarakis
Förderkennzeichen: VSF1_2022-106
Methoden: Regionale Analysen
Themen: Planetary Health, Pharmakotherapie
Daten: Datenlinkage, GKV-Routinedaten