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Analyse der Verordnungsweise von Valproat und verwandten Substanzen im zeitlichen Trend

>Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM

PharmakotherapieGKV-Routinedaten

Antiepileptika und insbesondere Valproat und valproat­­verwandte Substanzen weisen ein hohes Risiko für Terato­genität auf. Hierauf wurden Ärztinnen und Ärzte nach Abschluss verschiedener Risiko­­bewertungs­­verfahren in den Jahren 2014 und 2018 durch Rote Hand Briefe sowie 2018 durch Schulungs­­material und Unterlagen für Patientinnen hingewiesen.

Durch die PMV forschungsgruppe erfolgt eine deskriptive Analyse der Verordnungsentwicklung und Verordnungsweise der Antiepileptika insgesamt als auch nach Substanzklassen für Frauen zwischen 2010 und 2018. Darüber hinaus wird ein Update bis 2020 durchgeführt.

Ziel der Studie ist die Untersuchung der Verordnungshäufigkeit und Verordnungsweise von Valproat und -verwandten Substanzen im zeitlichen Trend zwischen 2010 und 2018 vor und nach Risikominimierungsmaßnahmen mit besonderem Fokus auf Frauen im gebärfähigen Alter. Zusätzlich wird die Verordnungsweise mit oralen Antiepileptika insgesamt betrachtet und untersucht, ob ein Rückgang von Valproat bei Zunahme von anderen Antiepileptika mit bekanntem ggfs. geringerem oder auch unbekanntem teratogenen Risiko beobachtet werden kann. Des Weiteren wird dargestellt, in welchem Umfang Schwangerschaften unter einer Valproat-Behandlung sowie unter Behandlung mit anderen oralen Antiepileptika auftreten.

Informationen über das Verordnungs­verhalten über lange Zeiträume sind durch die Auswertung von Kranken­kassendaten zu erhalten. Für das hier beschriebene Projekt werden die Daten des Wissenschaft­lichen Instituts der AOK (WIdO) genutzt.

Laufzeit: 2020–2022
Methoden: Statistische Analysen
Themen: Pharmakotherapie, Versorgungsverläufe, Krankheitsgeschehen
Daten: GKV-Routinedaten