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Pharmazeutische Projekte
Qualitätszirkel für Apotheker zur Optimierung der Beratung
und Betreuung von Schmerzpatienten in der Apotheke
zum Text...
Pharmazeutische Betreuung von Patienten
mit
chronischen Schmerzen in sächsischen Apotheken
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Qualitätszirkel für Apotheker zur Optimierung der Beratung
und Betreuung von Schmerzpatienten in der Apotheke
Ziel des Projektes war die Implementation und Evaluation eines Qualitätszirkels
von Apothekern zur Analyse und Verbesserung der Beratungsleistung
von Patienten mit Schmerzen. Als Datengrundlage
dienten sowohl Verkaufsdaten von Analgetika in der Apotheke als auch
schriftliche Kurzdokumentationen bei jeder Schmerzmittel-
abgabe.
In den Zirkelsitzungen wurde der Status-Quo der Beratungstätigkeit
(anonymisiert) vergleichend mit dem Ziel vorgestellt, Beratungs-
hemmnisse sowie die Beratung stützende Faktoren zu identifizieren
und allgemeine Empfehlungen im Sinne von Praxishilfen zur Beratung,
aber auch zur Zusammenarbeit im Team und mit Ärzten, gemeinsam
zu entwickeln. Die Evaluation wurde in Bezug auf die Beratungstätigkeit
als Vorher-Nachher-Vergleich durchgeführt, zusätzlich wurden
die Teilnehmer zu den Zirkelsitzungen, den Kurzdokumentationen und
den Praxishilfen schriftlich befragt.
Im Ergebnis zeigte sich, dass, insbesondere durch eine verstärkte Beratungsinitiative
des pharmazeutischen Personals, der Anteil an Beratungen von 44,3
% auf 61,7 % (p < 0,001, Chi²-Test) gestiegen ist.
Auch der Anteil abgegebener Monopräparate bei Schmerzmitteln
hat sich, entsprechend den im Zirkel ausgesprochenen Empfeh-
lungen, erhöht. Die Arbeitsform des Zirkels fand bei den Teilnehmern
große Akzeptanz. Ihren Angaben zufolge haben sich die Kurzdoku-
mentationen zur Erfassung der Beratungstätigkeit bewährt.
Das Projekt bildete die Grundlage für die Entwicklung eines Konzeptes
zur pharmazeutischen Betreuung von Schmerpatienten (s. u.).
Dr. Ingrid Schubert, Dr. Jutta Krappweis*, Hans Krappweis*,
Barbara Beekes* (*Klinische Pharmakologie/Sächsischer Forschungsverbund
Public Health Dresden)
Laufzeit: April 1998 bis April 2000
Fördernde Institution: Sächsische Landesapothekerkammer
Adressaten: Offizinapotheker, Verbraucherverbände, Aus- und Fortbildungsinstitutionen
der Apothekerschaft
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Pharmazeutische Betreuung von Patienten
mit chronischen Schmerzen in sächsischen Apotheken
Ziel des Projektes war es, neben einer praxisnahen Entwicklung und
Erprobung von Instrumenten für die pharmazeutische Betreuung
von Schmerzpatienten, die Implementation
dieser Betreuung im Apothekenalltag zu evaluieren und darüber hinaus Erkenntnisse über arzneimittelbezogene
Probleme von Schmerzpatienten zu gewinnen sowie Lösungsansätze
durch ApothekerInnen aufzuzeigen.
An dieser auch von der Firma Dr. Ing. Stahl GmbH unterstützten
Machbarkeitsstudie haben sich 16 ApothekerInnen, die bereits zur Vorbereitung
am Qualitätszirkel zur Beratung von Schmerzpatienten (1998-2000)
teilgenommen hatten, aktiv beteiligt.
Zwischen Oktober 2000 und März 2002 wurden 38 Patienten - vorrangig
mit Spannungskopfschmerz/Migräne und mit Schmerzen des Bewegungsapparats
- betreut. Bis März 2002 waren 28 Beratungen abgeschlossen. Das
Durchschnittsalter der Patienten lag bei 54 Jahren. Bei 60 % der Patienten
bestanden die Schmerzen schon länger als 10 Jahre; entsprechend
hoch lag auch der Anteil derer, die bereits mehrere Ärzte aufgesucht
hatten. Alle Patienten nahmen zum Zeitpunkt der Betreuung Schmerzmittel
ein; ein hoher Prozentsatz (79 %) hatte - in der Regel mehrere - nichtmedikamen-
töse Maßnahmen erprobt. Nur die Hälfte der betreuten
Patienten besaß einen Einnahmeplan.
Auf folgende Leitfragen sollte die Evaluation unter anderem eine Antwort
geben:
Konnten
Schmerzpatienten erfolgreich angesprochen werden und waren
die entwickelten Instrumente hilfreich?
Konnte
die Pharmazeutische Betreuung in den Apothekenalltag integriert
werden?
Wie
beurteilen die Patienten und die ApothekerInnen den Nutzen der
Betreuung?
Schmerzpatienten waren nach Angabe der Apotheker nur sehr schwer anzusprechen.
Als Schwierigkeiten wurden einerseits Zeitprobleme auf Seiten der Patienten genannt, aber
auch das Gefühl, die Patienten mit dem Angebot nicht ausreichend
motivieren und überzeugen zu können.
Die für das Projekt entwickelten Instrumente (Leitfäden für die Patientengespräche, Schmerztagebücher)
wurden insgesamt als hilfreich und als gut handhabbar beurteilt. Neun
Teilnehmer äußerten, dass die Integration der Pharmazeutischen
Betreuung in den Apothekenalltag sehr gut möglich war und sie
sich auch zeitlich nicht stark belastet fühlten. Zwei Apotheker
bezeichneten die Integration als schwierig, fünf fühlten
sich zeitlich doch belastet.
Die 28 Patienten äußerten sich in einer schriftlichen Befragung
(Rücklauf 100 %) über die Betreuung überwiegend als
sehr zufrieden. 82 % gaben an, für ihre Probleme den richtigen
Ansprechpartner gefunden zu haben und 68 % konnten eine verbesserte
Abstimmung mit dem Therapeuten erreichen. Ca. die Hälfte berichtete,
dass im Vergleich zum Erstgespräch die Schmerzen schwächer
wären bzw. seltener auftreten würden. 25 der 28 Patienten
gaben an, dass sie mit anderen Beschwerden die Pharmazeutische Betreuung
wieder in Anspruch nehmen würden; 22 Patienten würden dieses
Angebot auch anderen Patienten empfehlen. Nur ein Patient äußerte
die Ansicht, dass eine ärztliche Behandlung ausreichend sei.
Während der Projektlaufzeit fanden 5 Qualitätszirkelsitzungen statt. In der ersten Sitzung wurden die Arbeitsweise und die Instrumente
vorgestellt; die weiteren Sitzungen dienten dem Erfahrungsaustausch
zur Patienten- und Arztansprache sowie anhand von Fallbeispielen der
wechselseitigen Beratung. In der 5. Sitzung erfolgte die Diskussion
der Evaluationsergebnisse. Ein begleitender Qualitätszirkel wurde
von den Teilnehmern als sehr unterstützend bezeichnet.
Inzwischen (2003/2004) werden von Teilnehmern des Projektes regionale
Qualitätszirkel zur Unterstützung der pharmazeutischen Betreuung
in Sachsen durchgeführt.
Dr. Ingrid Schubert, Dr. Jutta Krappweis* (*Klinische Pharmako-
logie/Sächsischer Forschungsverbund Public Health Dresden)
Laufzeit: Oktober 2000 bis Oktober 2002
Fördernde Institution: Sächsische Landesapothekerkammer
und Förderinitiative Pharmazeutische Betreuung e.V.
Adressaten: Offizinapotheker, Verbraucherverbände, Aus- und Fortbildungsinstitutionen
der Apothekerschaft
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